Vita

Arbeit

 

Annegret Heinl geboren 1946 in Bonn, Deutschland. Studium der Theologie, Sozialwissenschaften und Pädagogik in Bonn und Köln. Seit den 60iger Jahren Beschäftigung mit visueller Kunst. Zunächst Arbeiten in verschiedenen Techniken wie Aquarell, Gouache, Hinter-Glas-Malerei, Linoldruck, Collage und Assemblage.

Beschäftigung mit Fragen der Synästhesie seit ihrer Beteiligung an einem Forschungsprojekt über Hermeneutik bei Prof. Dr. Johannes Schurr an der Universität Köln 1976. In Folge theoretischer und empirischer Untersuchungen entstehen Farb- Vokalcollagen.

Erste Ausstellung 1989. Seit Mitte der 90iger Jahre Zusammenarbeit mit Jan Steklík in Ausstellungen Projekten und Aktionen, ebenso mit Karel Nepraš, und Ben Patterson.

Entwicklung von Ideen und Konzepten, sowie deren Umsetzung in Bildern, Objekten, Environments, Performances und Workshops. Nutzung und Einsatz neuer Medien und Techniken, um Möglichkeiten interaktiven Zusammenspiels visueller und auditiver Darstellung zu erproben und in ihre Arbeit einzubeziehen. So entstehen interdisziplinäre Arbeiten, oft auch in Zusammenarbeit mit Musikern,  Schriftstellern,  Tänzern, u. a. hans w. koch, Margot Scharpenberg, Silke Scheuermann, Chao-Ming Tung, Bettina Wenzel.

Internationale Ausstellungen und Projekte in Deutschland, England, Frankreich, Niederlande, Polen, Slowakei, Spanien, Taiwan, Tschechien, Tunesien, USA, ...

Lebt und arbeitet in Köln, Deutschland.

 

Annegret Heinl entwickelt Ideen und Konzepte in Bildern, Objekten, Environments und Performances. Experiment und Spiel mit visuellen Formen und Strukturen bestimmen den künstlerischen Prozess. Sie arbeitet mit unterschiedlichen Materialien, die aus allen Lebensbereichen stammen können. Sie erprobt neue Technologien und Medien mit dem Ziel, Bedingungen und Möglichkeiten der Wahrnehmung zu erforschen und erfahrbar zu machen. In subtiler Auseinandersetzung mit dem Stoff, seiner jeweiligen Beschaffenheit und Struktur verschafft sie einer eigenen bildnerischen Qualität Geltung. Hier sind ihre Folienbilder Lichtblicke und Skyscapes zu nennen, sowie ihre Spiegelobjekte In specula speculorum.

Ihr besonderes Interesse gilt dem Zusammenhang von visueller und auditiver Wahrnehmung, wobei sie interaktive und interdisziplinäre Aspekte einschließt. Sie thematisiert dies in optischen Partituren und Performances. Bei ihren Partituren handelt es sich um Kompositionen, welche die Standardform des Notensystems mittels Collage modifiziert. Sie sind teilweise beweglich und veränderbar.

Ihre Zusammenarbeit mit anderen Künstlern findet ihren Niederschlag in Gemeinschaftsprojekten und -produktionen, so in den Arbeiten mit Jan Steklík: Instant Wasser aus Rhein und Moldau und Instant Zusammenfluss von Rhein und Moldau 2001, Der Steinerne Teppich 2002, Portable Rainbow 2005 oder Adriadne’s Thread 2005, Winter garden for 34 days 2008, TwinTowers: Coffee and Sugar, 2010. Interdisziplinäre Arbeiten entwickelt sie mit Musikern und Klangkünstlern. In interaktiven Performances und Soundcollagen greift sie im Zusammenspiel mit Chao-Ming Tung (Komponist) visuelle und auditive Momente auf, so in den Stücken Streichmusik 2001, Kameramusik 2003, Aquatonus 2005, Sound- and City Map 2007 oder bei der Installation E-Motion für Fosfon 2007 oder dem Video s(w)inging line 2009.

Bei Projekten, die an spezielle Orte gebunden sind, bilden Recherche und Berücksichtigung der spezifischen Umgebung und Situation einen Ansatz für ihre Arbeit: Transparenz / Transzendenz 2001, Charon at the Drôme 2005, You ought to be a landscape painter! 2006, Crénau horaire - Zeitfenster 2007, Terre á Terre 2008, Trees should be kept on the lead! 2009.

 

Rezensionen

Tereza Petišková 2009

Claudia Heib 2006

Jirí Valoch 1999